
Auf einer Renovierungsbaustelle in einem Einfamilienhaus stößt man oft auf dasselbe Problem: Der Kunde möchte seine Klimaanlage vor dem Sommer in Betrieb nehmen, aber niemand hat ihm erklärt, dass das Bohren der Wand, der elektrische Anschluss und die Inbetriebnahme bestimmten technischen Anforderungen unterliegen. Eine Klimaanlage in einem Haus zu installieren, beschränkt sich nicht darauf, zwei Einheiten zu montieren und anzuschließen. Jeder Schritt beeinflusst die Leistung des Systems für die kommenden Jahre.
Wanddurchführung und Abführung der Kondensate: das Detail, das niemand richtig dimensioniert
Wenn man die Bohrung zwischen innen und außen vorbereitet, ist der Reflex, gerade zu bohren. Das Problem ist, dass das Kondenswasser durch Schwerkraft abfließen muss. Die Wanddurchführung benötigt eine leichte Neigung nach außen, damit die Kondensate nicht in der Verbindung stehen bleiben.
Der Durchmesser des Lochs variiert je nach Modell der Split-Klimaanlage zwischen 60 und 80 mm. An einer 20 cm dicken Blockwand lässt sich dies problemlos mit einem geeigneten Lochsäge durchführen. An einer 40 cm oder dickeren Steinmauer ist manchmal eine Kernbohrung erforderlich, was das Budget und das benötigte Material verändert.
Bevor man weiß, wie man eine Klimaanlage im Haus installiert, muss man also zunächst die genaue Zusammensetzung seiner Wände kennen und das richtige Bohrwerkzeug einplanen. Ein PVC-Rohr, das in die Durchführung eingesetzt wird, schützt die Kältemittelleitungen und das elektrische Kabel vor Abrieb an der Mauer.

Elektrischer Anschluss am Verteiler: Schutzschalter und Kabelquerschnitt
Dieser Punkt bleibt in den meisten Leitfäden unauffällig, obwohl er die Sicherheit der gesamten Installation beeinflusst. Eine Split-Klimaanlage benötigt eine dedizierte Stromleitung vom Verteiler, die durch einen Schutzschalter von 16 A oder 20 A je nach Leistung der Außeneinheit geschützt ist.
Man schließt eine Klimaanlage nicht an eine vorhandene Steckdose an, die mit anderen Geräten geteilt wird. Der Kabelquerschnitt (in der Regel 2,5 mm²) muss der maximalen Stromstärke entsprechen, die der Kompressor beim Start zieht. Ein 30 mA Fehlerstromschutzschalter am Anfang der Leitung schützt vor Stromundichtigkeiten.
Überprüfung vor der Inbetriebnahme
Bevor man das System unter Strom setzt, überprüft man drei Punkte am Verteiler:
- Der dedizierte Schutzschalter ist gut auf die Leistung der Klimaanlage abgestimmt (die Herstelleranleitung gibt die maximal aufgenommene Stromstärke an)
- Die Leitung hat keine Abzweigungen zwischen dem Verteiler und der Außeneinheit
- Das Interconnectionskabel zwischen der Inneneinheit und der Außeneinheit verläuft ordnungsgemäß durch das Wandrohr, ohne Knick, der die Hülle beschädigen würde
Wenn die Wohnung über einen alten Verteiler ohne freien Platz verfügt, muss die Hinzufügung eines Moduls eingeplant werden. Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt, aber in Häusern, die vor den 1990er Jahren gebaut wurden, stellt man oft einen unterdimensionierten Verteiler fest.
Vakuumziehen der Kältemittelleitungen: der Schritt, der die Lebensdauer bestimmt
Sobald die Innen- und Außeneinheiten montiert und die Kältemittelleitungen angeschlossen sind, eliminieren das Vakuumziehen die Luft und die Feuchtigkeit aus dem Kreislauf. Dieser Vorgang erfordert eine Vakuumpumpe und ein Manifold (Manometer-Set). Ohne diese Maßnahme zirkuliert Restfeuchtigkeit im Kältemittelkreislauf und schädigt den Kompressor innerhalb weniger Saisons.
Das Vakuum wird mindestens fünfzehn bis dreißig Minuten gehalten, dann überwacht man die Stabilität des Drucks an den Manometern. Wenn der Druck ansteigt, gibt es eine Undichtigkeit an einer Verbindung, die lokalisiert und angezogen werden muss, bevor man fortfährt.
Umgang mit Kältemittel und Befähigungsnachweis
Die Vorschriften verlangen einen Befähigungsnachweis für den Umgang mit Kältemitteln. Konkret fällt das Öffnen der Ventile der Außeneinheit (die das vorbeladene Kältemittel in den Kreislauf freigibt) unter diese Verpflichtung. Eine Privatperson kann die Einheiten installieren und die Verbindungen ziehen, aber dieser letzte Schritt erfordert das Eingreifen eines zertifizierten Fachmanns.

Positionierung der Außeneinheit: Lärm, Belüftung und zukünftiger Zugang
Die Wahl des Außenstandorts geht über die einfache Frage der Belüftung hinaus. Die Lärmbelästigung für die Nachbarn stellt eine oft unterschätzte Einschränkung dar, die zu Konflikten führen kann, sogar zu einer Verpflichtung, das Gerät nach der Installation zu versetzen.
Es ist ratsam, die Außeneinheit nicht direkt an eine gemeinsame Wand oder unter das Fenster eines benachbarten Schlafzimmers zu installieren. Ein Abstand von mindestens 30 cm um das Gerät gewährleistet eine gute Luftzirkulation und verhindert eine Überhitzung des Kondensators.
- Eine schattige Fassade zu bevorzugen, reduziert die thermische Belastung des Kondensators und verbessert die Effizienz der reversiblen Klimaanlage
- Einen einfachen Zugang für die jährliche Reinigung des Außenfilters und die Überprüfung der Dichtheit des Kreislaufs einzuplanen
- Ein Bodenträger mit Gummipuffern begrenzt die Übertragung von Vibrationen auf die Gebäudestruktur, insbesondere auf einer Terrasse oder einem Balkon
Inbetriebnahme der Split-Klimaanlage: die Kontrollen beim ersten Start
Nach dem Vakuumziehen und dem Öffnen der Ventile startet man den ersten Zyklus im Kühlmodus. Man überprüft, ob die Inneneinheit deutlich kühlere Luft als die Umgebungstemperatur nach einigen Minuten Betrieb ausbläst. Der Unterschied zwischen der Ausblas- und der Rücklauftemperatur gibt einen direkten Hinweis auf die ordnungsgemäße Funktion.
Man kontrolliert auch die Abführung der Kondensate: Das Wasser muss frei durch das Abflussrohr fließen. Wenn nach zwanzig Minuten kontinuierlichem Betrieb nichts herauskommt, liegt wahrscheinlich ein Problem mit der Neigung des Kondensatbehälters vor.
Der Fachmann, der die Inbetriebnahme durchführt, stellt normalerweise ein Dichtheitszertifikat und einen Nachweis über die Kältemittelverfolgung aus. Diese Dokumente sind Voraussetzung für die Gültigkeit der Herstellergarantie und müssen während der gesamten Lebensdauer des Geräts aufbewahrt werden. Ohne sie kann eine durch die Garantie abgedeckte Störung vom Hersteller abgelehnt werden.